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Osteoporose

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Obwohl der Knochenschwund (Osteoporose) hierzulande eine der häufigsten Krankheiten darstellt, wird sie oftmals nicht oder erst sehr spät erkannt. In vielen Fällen wird die Osteoporose erst diagnostiziert, wenn bereits ein Knochenbruch eingetreten ist. Doch dazu muss es gar nicht erst kommen. Durch spezielle Verfahren kann die Osteoporose heutzutage bereits früh festgestellt werden, und mit Hilfe moderner Medikamente lässt sich der Knochenabbau wirksam stoppen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Wissenswertes über Ihre Knochen, das Krankheitsbild Osteoporose und seine Behandlungsmöglichkeiten.

Volkskrankheit Osteoporose

Die Osteoporose ist eine Volkskrankheit, von der vor allem Frauen und Männer im höheren Lebensalter betroffen sind. Doch auch jüngere Menschen können erkranken: ab den Wechseljahren nimmt das Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln, bei beiden Geschlechtern deutlich zu. Schon heute gehört die Osteoporose laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zu den Top 10 der häufigsten Erkrankungen, in den europäischen Industrieländern gilt sie sogar als die häufigste Erkrankung überhaupt. Schätzungen zufolge erleiden hierzulande bereits heute bis zu 40 Prozent aller Frauen und etwa jeder fünfte Mann über 50 Jahren einen osteoporosebedingten Knochenbruch. Tendenz steigend: Da die Menschen heutzutage älter werden als früher, wird auch mit immer mehr Osteoporose-Erkrankten gerechnet.

Osteoporose-Behandlung

Die Behandlung der Osteoporose ruht auf mehreren Pfeilern. Neben der Therapie mit Medikamenten, die in vielen Fällen unumgänglich ist, gehören auch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung unbedingt dazu. In leichteren Fällen einer Osteoporose können solche Allgemeinmaßnahmen, evtl. verbunden mit der Einnahme von genügend Calcium und Vitamin D, bereits ausreichen, um die Knochenfestigkeit wiederherzustellen. Ist die Osteoporose stärker ausgeprägt oder ist es bereits zu Knochenbrüchen gekommen, sollten spezielle Osteoporosemedikamente eingesetzt werden.

Welche Therapieschritte im Einzelnen bei Ihnen erforderlich sind, kann nur Ihr Arzt nach sorgfältigem Abwägen aller Befunde entscheiden.

Für die Gesundheit unserer Knochen sind Vitamin D und Calcium besonders wichtig. Vitamin D fördert in seiner aktiven Form die Neubildung von Knochensubstanz und die Einlagerung von Calcium in die Knochen. Und erst diese Verkalkung macht den Knochen richtig stabil. Steht dem Organismus aus der Nahrung zu wenig Calcium und/oder Vitamin D zur Verfügung, leidet also auch die Festigkeit der Knochen darunter. Jeder Mensch sollte im Schnitt pro Tag etwa 1000 bis 1500 mg Calcium zu sich nehmen. Bei Jugendlichen, schwangeren oder stillenden Frauen sowie im Alter ist der Calciumbedarf sogar noch höher.

Ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium alleine durch die Ernährung nicht möglich, kann man das wichtige Mineral zusätzlich als Nahrungsergänzung einnehmen. In Apotheken ist eine Vielzahl von Calciumpräparaten ( z.B. Calcium beta) erhältlich.

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Ein Mangel an aktivem Vitamin D ist in unseren Breitengraden nicht selten. Denn ein entscheidender Schritt bei seiner Bildung des Vitamin D 3 geschieht in der Haut – und zwar unter Einfluss von Sonnenlicht. Für Menschen, die sich nur wenig im Freien aufhalten – und dies gilt leider vor allem für Senioren, die sowieso schon besonders Osteoporose-gefährdet sind – kann so leicht ein Vitamin D-Defizit entstehen. Vor allem in den Wintermonaten sollte man daher auf eine ausreichende Zufuhr des wichtigen Vitamins achten. In den meisten Fällen sind dafür Vitamin D 3 (Cholecalciferol)-Präparate gut geeignet. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion kann dagegen die Einnahme der aktiven Vitaminform (Calcitriol) erforderlich sein. Dies kann im Einzelfall nur der behandelnde Arzt entscheiden.

Calcium und Vitamin D stellen die Grundausstattung einer medikamentösen Osteoporose-Behandlung dar. Ist die Erkrankung nur gering ausgeprägt, kann diese Basistherapie möglicherweise schon ausreichen, um die Knochendichte wieder anzuheben. In den meisten Fällen werden Vitamin D und Calcium jedoch zusätzlich zu speziellen Osteoporosemedikamenten eingesetzt.

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