Gesundheitstipps
Mein Tipp des Monats
Zahnschmerzen
Vom Baby bis zum Greis, jeder kann von Zahnschmerzen geplagt werden. Spätestens im Alter von sechs Monaten bricht der erste Zahn durch, was bei vielen Kleinkindern mit Schmerzen verbunden ist. Später können Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontose (Entzündung des Zahnfleisches) den Schmerz auslösen. Und selbst im hohen Alter, wenn keine Zähne mehr im Kiefer sind, kommt es zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen. Durch sorgfältige Zahnpflege und regelmäßige Zahnarztbesuche können Sie Zahnerkrankungen vorbeugen.
Kurzfristig, bis zum nächsten Zahnarztbesuch, helfen Schmerzmittel. Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol lindern die Beschwerden.
Acetylsalicylsäure (ASS)
wird bei allen leichten bis mittelschweren Schmerzen empfohlen. Bei Zahnschmerzen sollte es nur eingesetzt werden, wenn kein chirurgischer Eingriff (Extraktion eines Zahnes) bevorsteht. Es kann sonst zu einer länger anhaltenden Blutung kommen. Acetylsalicylsäure verlängert die Blutgerinnungszeit. Das Blut wird "dünner". Diesen Effekt nutzt man bei Schlaganfallpatienten aus.
Wenden Sie ASS nicht an bei erhöhter Blutungsneigung, bestehenden Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma. Bei Kindern und Jugendlichen kann die Einnahme von Acetylsalicylsäure zu Komplikationen führen, wenn ein Virusinfekt oder eine fiebrige Erkrankung vorliegt. Leber und Hirn können geschädigt werden. Experten bezeichnen dieses Phänomen als Reye-Syndrom.
Naproxen
greift bei bei leichten bis mittelstarken Schmerzen. Wie Acetylsalicylsäure zeigt Naproxen jedoch auch eine blutverdünnende Wirkung. Bei Zahnschmerzen sollte es nur eingesetzt werden, wenn kein chirurgischer Eingriff (Extraktion eines Zahnes) bevorsteht. Die Blutungszeit kann sonst verlängert werden. Wenden Sie Naproxen nicht an bei erhöhter Blutungsneigung, bestehenden Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma.
Ibuprofen
wird bei leichten bis mäßig starken entzündlichen Schmerzen eingesetzt. Der Wirkstoff eignet sich gut zur Behandlung von Zahnschmerzen. Er zeigt keine blutverdünnenden Eigenschaften. Bei Magen-Darm-Erkrankungen, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder bei allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma) sollte Ibuprofen nicht eingenommen werden.
Das Wirkspektrum vom Paracetamol reicht von leichten bis starken Schmerzen. Paracetamol nimmt keinen Einfluss auf die Blutgerinnungszeit. Für Menschen mit empfindlichem Magen und für ältere Menschen bietet der Arzneistoff eine gute Alternative zu anderen Schmerzmitteln. Wenden Sie Paracetamol nicht in Kombination mit Alkohol an. Das belastet die Leber. Bei Leberfunktionsstörungen ist generell von der Einnahme abzuraten.
Tipp
Schmerzmittel können die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen. Wenn Sie regelmäßig Tabletten einnehmen, sollten Sie Ihren Apotheke um Rat fragen. Er informiert Sie über mögliche Wechselwirkungen.
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