Gesundheitstipps
Mein Tipp des Monats
Rechtzeitig geschützt für die Grippesaison!
Die nächste Grippewelle steht vor der Tür. Leider nutzen immer noch viel zu wenige die Möglichkeit, sich mit einer vorbeugenden Impfung wirksam vor einer Ansteckung zu schützen. Die optimistische Überzeugung, dass es einen schon nicht erwischen wird, ist sicher ein Grund. Aber auch fehlende oder gar falsche Informationen spielen dabei sicher eine Rolle.
Hier die häufigsten Irrtümer:
Irrtum 1: Grippe oder Erkältung, das ist doch alles dasselbe
Das stimmt eben nicht! Auch wenn manche Symptome gerade zu Beginn ähnlich sind, so gibt es doch zwischen der meist harmlosen Erkältung und der "echten" Grippe (Influenza) erhebliche Unterschiede. Typisch für eine "echte Grippe" sind hohes Fieber und starke Kopf- und Gliederschmerzen. Die Beschwerden beginnen plötzlich und heftig und setzen die Betroffenen in wenigen Stunden matt. Die nicht selten mit gefürchteten Komplikationen einhergehende Krankheit kann mehrere Wochen dauern und sogar tödlich enden.
Irrtum 2: Vor Grippe schützen warme Kleidung und Händewaschen
Gerade in der kalten Jahreszeit hat das Immunsystem einiges zu leisten. Natürlich ist es sinnvoll, kalte Füße zu vermeiden und Krankheitserregern aus dem Weg zu gehen. Doch heißer Tee und häufiges Händewaschen schützen nicht vor einer Ansteckung. Denn das Grippevirus wird über kleinste Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen von einem Menschen auf den anderen übertragen. Die beste Vorbeugung ist eine rechtzeitige Impfung. Der Schutz ist 7 bis 14 Tage nach der Impfung voll ausgeprägt.
Irrtum 3: Eine Impfung macht ein Leben lang immun
Das ist falsch. Denn Grippeviren sind wahre Verwandlungskünstler, und jedes Jahr wird die Grippe durch eine andere Virusart hervorgerufen. Deshalb schützt die Impfung nur eine Wintersaison, und man muss sich jedes Jahr wieder neu impfen lassen.
Irrtum 4: Gegen Grippe lässt man sich im Winter impfen
Es stimmt zwar, dass die Grippewelle zwischen Dezember und April ihren Höhepunkt erreicht, doch anstecken kann man sich auch schon früher. Um rechtzeitig geschützt zu sein, sollte die Impfung schon im Herbst erfolgen, am besten im September, wenn der aktuelle Impfstoff zur Verfügung steht.
Wer sollte sich impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippeimpfung u.a.für
- Personen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben (z.B. Busfahrer, Lehrer, Verkäufer, medizinisches Personal etc.)
- Menschen über 60 Jahre
- Menschen mit chronischen Krankheiten (z.B. Diabetes, Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen)
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